Ein kalter Schweißausbruch kann ein Signal vieler Erkrankungen sein. So könnte er zum Beispiel auf einen Schock oder einen Herzinfarkt, aber auch auf eine Panikattacke und Organprobleme hinweisen.
Schwitzen dient normalerweise der Abkühlung des Körpers und schützt ihn auf diese Weise vor einem Kreislaufkollaps.Man schwitzt beim Sport, bei Nervosität oder auch in zu heißen Räumen. Warmer Schweiß ist harmlos. Handelt es sich aber um kalten Schweiß, ist dieser häufig ein Anzeichen für eine ernste Erkrankung. Der Schweiß kommt dadurch zustande, dass das Nervensystem das Schwitzen anregt, aber zugleich das Blut im Körperinnern hält, sodass man weniger durchblutet wird.
Kalter Schweiss kann zum Beispiel bei Diabetes-Patienten ein Symptom für eine akute Unterzuckerung sein. Der Betroffene braucht also sofort glukosehaltige Nahrungsmittel wie Traubenzucker oder seine Medikamente.
Sonst kann das Gehirn geschädigt werden oder der Diabetiker sogar sterben. Als weitere Symptome können dabei Zittern, Unruhe, Seh- oder Bewusstseinsstörungen und Hunger auftreten. Leidet eine Person unter kaltem Schweiß in Verbindung mit Übelkeit und Blässe, kann ein Kreislaufzusammenbruch drohen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn noch Schmerzen in Armen, Hals, Schultern, Bauch und Rücken oder ein Engegefühl der Brust hinzukommen. Denn in diesem Fall kann ein Herzinfarkt die Symptome hervorrufen. Kalter Schweiß ist aber mitunter auch ein Symptom psychischer Erkrankungen wie zum Beispiel einer Panikattacke. Dabei können ebenfalls Herzrasen und Brustenge auftreten. In diesem Fall sollte man ebenfalls Hilfe suchen und nach Möglichkeit eine medikamentöse und psychotherapeutische Behandlung beginnen. Denn sonst kann der Patient sich angewöhnen, schwierige Situationen zu vermeiden. Das beeinträchtigt nicht nur sein tägliches Leben und verschlimmert nicht nur die Panikattacken, sondern die Betroffenen entwickeln auch Angst vor der Angst. Kalte Schweißattacken können darüber hinaus Anzeichen für Schilddrüsen- oder allgemeine Kreislaufprobleme sein. Hat sich im Vorfeld des Schweißausbruchs ein Unfall abgespielt, kann er Vorbote eines Schocks sein. Leidet man nachts unter kaltem Schweiß, wird dieser möglicherweise durch ein organisches Problem verursacht.