Einen Umzug richtig organisieren und durchführen

Bei Umzügen fallen viele Formalitäten an, weshalb es sinnvoll ist, frühzeitig mit der Planung zu beginnen. Insgesamt sollten für die Organisation mindestens sechs bis acht Wochen einkalkuliert werden.

Da Umzüge in der Regel mit viel Aufwand und einigen Erledigungen verbunden sind, ist es sinnvoll, eine umfangreiche Liste mit allen anfallenden Aufgaben zu erstellen, um keine wichtigen Punkte zu vergessen. Sofern noch nicht geschehen, sollte die Kündigung beim Vermieter rechtzeitig eingereicht werden. Die gesetzliche Frist beträgt drei Monate zum Ende eines Kalendermonats, bei Baugenossenschaften kann es unter Umständen abweichende Regelungen geben. Spätestens sechs Wochen vor dem geplanten Umzug sollten man dem Stromversorger und der Telefongesellschaft die künftige Adresse sowie den Einzugstermin mitteilen, damit eine rechtzeitige Umstellung der Anschlüsse gewährleistet ist. Wer ein Umzugsunternehmen beauftragen möchte, sollte zudem rechtzeitig Angebote einholen und sich den Termin fest reservieren lassen. Insbesondere am Wochenende ist eine frühzeitige Vereinbarung sinnvoll, da besonders viele Umzüge stattfinden.

Den geplanten Wohnungswechsel kann man außerdem nutzen, um die persönlichen Habseligkeiten auszusortieren. Einige Gegenstände wurden meist schon seit Jahren nicht mehr benutzt, sodass es sinnvoll ist, diese zu entsorgen, anstatt sie mit in die neue Wohnung zu nehmen und dort wieder ungenutzt im Schrank zu verstauen. Auch bei Büchern empfiehlt es sich, zu überlegen, ob man diese noch einmal lesen würde oder ob man sie nicht lieber verschenken oder an eine Bibliothek spenden sollte. Je weniger Kartons letztendlich mitgenommen werden müssen, umso schneller ist der Transport von der einen zur anderen Wohnung erledigt. Daher ist es sinnvoll, spätestens vier Wochen vor dem Auszug mit dem Sortieren zu beginnen. Je nachdem, welche Regelungen bezüglich der Renovierung im Mietvertrag festgehalten sind, müssen außerdem noch einige Schönheitsreparaturen vorgenommen werden. Dazu gehört vor allem das Streichen der Wände, Türen und Fensterrahmen, aber auch das Ausbessern von eventuellen Schäden im Putz und eine gründliche Reinigung des Teppichbodens, sofern dieser Eigentum des Vermieters ist. Unter Umständen sind auch selbst angebrachte Bodenbeläge, Holzdecken und ähnliche bauliche Veränderungen zu entfernen, insbesondere bei Baugenossenschaften ist das häufig der Fall.

Außerdem sollte die neue Adresse an alle wichtigen Unternehmen wie Banken, Versicherungen und Zeitungsverlage, bei denen Abonnements bestehen, weitergegeben werden. Da es meist eine Weile dauert, bis alle wichtigen Briefe direkt in der neuen Wohnung ankommen, ist zudem ein Nachsendeantrag zu empfehlen. Des Weiteren ist eine offizielle Ummeldung erforderlich, die in der Regel in den Bürgerbüros der Gemeinde vorgenommen werden kann. Bei Umzügen in eine andere Stadt müssen An- und Abmeldung getrennt erfolgen.